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Gründerwissen

Informationen für Gründer in Kürze A - Z

Businessplan

Gut vorbereitete Existenzgründungen sind erfolgreicher als andere. Daher gehört zu jeder erfolgreichen Existenzgründung ein Geschäftskonzept/Businessplan. Er dient dazu die eigenen Gedanken zu strukturieren, die Fülle an Informationen zu verarbeiten und die Geschäftsidee vorab "durchzurechnen".

Weiterhin ist Ihr Businessplan die Grundlage für Gespräche mit Banken und anderen Institutionen im Rahmen Ihrer Existenzgründung.

Inhaltlich sollte der Businessplan individuell für Ihr Vorhaben ausgearbeitet sein. Für seinen formalen Aufbau hat sich in der Praxis eine weitgehend einheitliche Struktur herausgebildet.

Ein gut ausgearbeiteter Businessplan aktuell, aussagekräftig, klar gegliedert, sachlich und prägnant formuliert und für den Leser optisch ansprechend gestaltet sein sollte. Er sollte für jeden Leser verständlich geschrieben sein. Achten Sie daher auf Ihre Sprachwahl. Fachausdrücke und eine zu technische Sprache erschweren das Lesen. Der Umfang Ihres Businessplanes sollte zwischen fünf und 30 Seiten liegen. Planen Sie daher ein entsprechendes Zeitfenster für die Erstellung des Businessplanes in Ihre Gründungsvorbereitungen ein.

Quelle: IHK Köln

Vorlagen für Businesspläne finden Sie hier.

Ich-AG

Die Ich-AG bezeichnete ein Einzelunternehmen, das von einem Arbeitslosen gegründet wurde.

Der Begriff „Ich-AG“ wurde von den Autoren des Hartz-Konzeptes geprägt, ist aber nicht amtlich. Die Ich-AG beinhaltete damals, dass der Existenzgründer einen Existenzgründungszuschuss erhielt.

Das Konzept der Ich-AG trat mit dem Gesetzespaket „Hartz IV“ am 1. Januar 2003 in Kraft. Seit 1. Juli 2006 wird diese Subvention nur noch gezahlt, wenn der Anspruch auf Förderung vor diesem Tag bestanden hat. Die Maßnahmen der Ich-AG sind mittlerweile durch den „ Gründungszuschuss“ abgelöst worden.

Informationen über Fördermittel und Unterstützung bei der Beantragung erhalten Sie im Rahmen unseres Gründercoachings.

Gründungszuschuss

Der Gründungszuschuss ist eine Ermessensleistung der aktiven Arbeitsförderung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Die Förderung der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit soll zu einer möglichst nachhaltigen beruflichen Integration führen. Dabei ist auch die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes zu berücksichtigen und die Frage, ob Stellenangebote vorhanden sind.

Der Gründungszuschuss kann geleistet werden, wenn die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer bis zur Aufnahme der selbständigen Tätigkeit einen Anspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 150 Tagen hat, dessen Dauer nicht allein auf § 147 Abs. 3 SGB III beruht („kurze“ Anwartschaftszeit). Nähere Informationen zur Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld sind dem Merkblatt 1, Abschnitt 3, zu entnehmen.

Der zeitliche Umfang der selbständigen Tätigkeit muss zur Beendigung der Arbeitslosigkeit führen und mindestens 15 Stunden wöchentlich betragen.
Außerdem müssen die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Ausübung der selbständigen Tätigkeit dargelegt werden. Bei Zweifeln an der Eignung kann die Teilnahme an einer Maßnahme zur Eignungsfeststellung oder zur Vorbereitung der Existenzgründung erfolgen.

Die Tragfähigkeit der Existenzgründung ist der Agentur für Arbeit nachzuweisen. Hierzu ist eine Stellungnahme einer fachkundigen Stelle vorzulegen.
(Quelle: Bundesagentur für Arbeit)

Informationen über Fördermittel und Unterstützung bei der Beantragung erhalten Sie im Rahmen unseres Gründercoachings.

Gründercoaching

Mit dem Gründercoaching Deutschland (GCD) werden Existenzgründer, Unternehmensnachfolger und junge Unternehmer in den ersten 5 Jahren nach der Gründung gefördert.

Sie werden gefördert, wenn Sie:

- Gerade ein Unternehmen gegründet haben

- Ihr junges Unternehmen festigen möchten

- Sich in einer Geschäftsführerfunktion an einem Unternehmen beteiligt haben

- Ein Unternehmen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge übernommen haben

- Ein Unternehmen vorläufig im Nebenerwerb führen.

Folgende Unternehmen werden nicht gefördert:

- Unternehmen, deren Standort im Ausland liegt

- Große Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern oder mehr als 50 Millionen Euro Umsatz.

Quelle: KfW

Wir beraten Sie gerne unverbindlich über die Möglichkeiten eines Gründercoachings. Weitere Informationen finden Sie hier: Gründercoaching.

Selbstständigkeit anmelden

Der Beginn, jede Änderung und die Beendigung jeder stehenden gewerblichen Tätigkeit ist dem für die Betriebsstätte zuständigen Gewerbeamt anzuzeigen. Dies gilt für jedes Unternehmen unabhängig von der Rechtsform. Freiberufler müssen kein Gewerbe anmelden.

Gewerbeamt: Die Gewerbeämter sind Behörden der Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Es ist die Aufgabe des Gewerbeamtes, die Daten des Gewerbebetriebes aufzunehmen. Die Gewerbeanzeige dient dem Zweck, allen zuständigen Behörden die Überwachung der Gewerbeausübung zu ermöglichen. Bei der Gewerbeanmeldung wird überprüft, ob ggf. erforderliche Erlaubnisse vorliegen. Ein Handwerksbetrieb muss beispielsweise die von der Handwerkskammer ausgefüllte Handwerkskarte vorlegen.

Industrie- und Handelskammer / Handwerkskammer: Alle Gewerbetreibenden sind kraft Gesetzes Mitglieder der örtlich zuständigen Industrie- und Handelskammer, wenn die Tätigkeit nicht in den Zuständigkeitsbereich einer anderen Kammer (z.B. Handwerkskammer) fällt. Doppelte Mitgliedschaften bei zwei Kammern sind möglich, z.B. bei gemischten Betrieben (Handwerk/Industrie, Handel/Handwerk). Die Gewerbeämter informieren die Kammern durch Übersendung einer Durchschrift der Gewerbeanmeldung.

Finanzamt: Die Gewerbeanmeldung gilt auch als steuerliche Anzeige. Die Finanzämter werden von den Gewerbeämtern informiert. Unabhängig davon sollte dem zuständigen Finanzamt zusätzlich die Betriebsaufnahme mitgeteilt werden.

Agentur für Arbeit: Die Gewerbeämter informieren die zuständigen Agenturen für Arbeit durch Übersendung einer Durchschrift der Gewerbeanzeige. Der Unternehmer bzw. Arbeitgeber benötigt eine sog. Betriebsnummer, sobald er eine Person - unabhängig von der Höhe des Arbeitsentgeltes - als Arbeitnehmer einstellt.

Berufsgenossenschaften: Die Berufsgenossenschaften sind Träger der sozialen Unfallversicherung. Jedes Unternehmen ist kraft Gesetzes Mitglied der für seinen Gewerbezweig errichteten Berufsgenossenschaft. Die Eröffnung oder Übernahme eines Unternehmens ist unverzüglich der zuständigen Berufsgenossenschaft anzuzeigen. Allerdings übersendet auch das Gewerbeamt eine Durchschrift der Gewerbeanmeldung an die Berufsgenossenschaften. Über die Gründung eines gewerblichen Unternehmens sollte die jeweils zuständige Berufsgenossenschaft bzw. der Landesverband innerhalb einer Woche informiert werden.

Quelle: IHK Frankfurt

Unterstützung bei der Anmeldung einer Selbstständigkeit und bei den Behördengängen liefern wir Ihnen im Rahmen unseres Gründercoachings.

Steuern für Selbstständige

Das Finanzamt sendet jedem Unternehmer bei Eröffnung des Betriebes einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zu. Darin muss er Angaben zu persönlichen Daten und vor allem zum geschätzten Gewinn und zu weiteren Einkünften machen. Bei Gewerbetreibenden erhält das Finanzamt vom Gewerbeamt Kenntnis von der Betriebsgründung. Selbständig Tätige müssen von sich aus ihre Tätigkeit beim Finanzamt anzeigen.

Einkommensteuer (ESt): Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer ist das zu versteuernde Einkommen einer natürlichen Person innerhalb des Veranlagungszeitraumes. Der Veranlagungszeitraum ist grundsätzlich das Kalenderjahr. Das Einkommensteuergesetz (EStG) kennt insgesamt sieben Einkunftsarten, die der Einkommensteuer unterliegen. Darunter fallen auch die so genannten Gewinneinkünfte, also die Einkünfte aus Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit.

Lohnsteuer: Die Lohnsteuer ist eine Sonderform der Einkommensteuer. Sie wird durch Abzug vom Arbeitslohn erhoben. Schuldner der Lohnsteuer ist der Arbeitnehmer. Beschäftigen Sie Arbeitnehmer, sind Sie verpflichtet, die Lohnsteuer bei jeder Lohnzahlung einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen.

Körperschaftsteuer (KSt): Die Körperschaftsteuerpflicht gilt für alle Kapitalgesellschaften und erstreckt sich auf ihre sämtlichen Einkünfte.

Gewerbesteuer: Der Gewerbesteuer unterliegt jeder inländische Gewerbebetrieb. Angehörige freier Berufe müssen keine Gewerbesteuer bezahlen.

Umsatzsteuer (USt): Die Umsatzsteuer wird auf Umsätze erhoben, die ein Unternehmer im Inland im Rahmen seines Unternehmens erzielt. In erster Linie sind hier Umsätze aus Warenlieferungen oder sonstigen Leistungen, zum Beispiel Dienstleistungen, gemeint. Unternehmer ist jeder, der eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt. Der Steuersatz beträgt 19 Prozent, für bestimmte Umsätze auch nur 7 Prozent. Der ermäßigte Steuersatz gilt zum Beispiel für Bücher und Zeitungen, für viele Lebensmittel und zum Beispiel auch für die Erbringung einer Beförderungsleistung im Personenverkehr.

Quelle: IHK Köln

Unterstützung in Steuerfragen und in der richtigen Ermittlung Ihrer Bemessungsgrundlagen erhalten Sie im Rahmen unserer Leistungen im Rechnungswesen. Weiter informationen finden Sie hier.

Tragfähigkeitsbescheinigung

Für die Beantragung eines Gründungszuschusses ist die Tragfähigkeit der Existenzgründung ist der Agentur für Arbeit nachzuweisen. Hierzu ist eine Stellungnahme einer fachkundigen Stelle vorzulegen.

Als fachkundige Stelle gem. nach § 93 Abs. 2 SGB III stellen wir Ihnen gerne ein Gutachten über die Tragfähigkeit der Existenzgründung aus.

Informationen zum Businessplan-Check und der Erstellung der Tragfähigkeitsbescheinigung bekommen Sie hier.

Versicherungen für Existenzgründer

Neben den betrieblichen Versicherungen gibt es eine Reihe von persönlichen Versicherungen, mit denen Existenzgründer Ihre Risiken absichern können.

Zu den wichtigsten Versicherungen für Existenzgründer zählen:

Krankenversicherung: Die Krankenversicherung ermöglicht dem Versicherten und seiner Familie bei Krankheit und Unfällen ausreichende Hilfe durch Ärzte in Anspruch zu nehmen.

Berufsunfähigkeits-Versicherung: Sie gewährt eine monatliche Rente, wenn Sie Ihrem bisher ausgeübten Beruf nicht mehr nachgehen können. Die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit sind Krankheiten.

Krankentagegeld-Versicherung: Private Verdienstausfallversicherung, die vor Einkommensverlusten bei krankheits- oder unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit schützt. Die Krankentagegeldversicherung wird i.d.R. als Zusatzversicherung zu einem bestehenden privaten oder gesetzlichen Kranken-Versicherungsschutz abgeschlossen.

Rentenversicherung: Versicherungssystem zur Alterssicherung (gesetzliche Rentenversicherung und/oder private Rentenversicherung)

Arbeitslosenversicherung: Sozialversicherung, die das Ziel hat, arbeitslosen Menschen während ihrer Arbeitssuche ein Einkommen zu sichern.

Pflegeversicherung: Die Pflegeversicherung bietet eine Grundversorgung: sie kommt für die materiellen Folgen der Pflegebedürftigkeit im Alter, nach schwerer Krankheit oder nach einem Unfall auf.

Unfallversicherung: Versicherung zum Ausgleich wirtschaftlicher Nachteile bei Unfällen. Oftmals ist
Existenzgründern nicht bekannt, welche Berufsgenossenschaft für das neue Unternehmen zuständig ist.

Lebensversicherung: Individualversicherung, die das biometrische Risiko (meist Todesfall) der versicherten Person wirtschaftlich absichert. Unterschieden wird zwischen Risikolebensversicherung und der Kapitallebensversicherung.

Private Haftpflichtversicherung: Haftpflichtversicherungen beruhen in ihrem Grundsatz auf dem § 823 BGB, welcher besagt, dass derjenige, der fahrlässig oder vorsätzlich eine Person oder deren Eigentum verletzt, schadensersatzpflichtig ist.

Hausratversicherung: Bietet für Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände eines Haushaltes (Hausrat) Versicherungsschutz gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus. (Achtung! Gewerblich genutzte Gegenstände sind nicht mit versichert und sind daher separat abzusichern.)

Quelle: IHK Köln

Dienstag, 18. Februar 2014 - 15:39 Uhr
Welche persönlichen Voraussetzungen brauchen Existenzgründer?

Existenzgründer unterschätzen oft die persönliche Komponente, wenn sie sich selbstständig machen wollen.

Denn Selbstständige benötigen nicht nur Fachwissen, sie müssen auch belastbar, diszipliniert sein und über ein gutes Netzwerk und ein hervorragendes Zeitmanagement verfügen.

Erfolgreiche Gründer weisen fast immer diese Attribute auf.
Viele Menschen träumen davon sich selbstständig zu machen. Gerade Arbeitslose haben in der Vergangenheit die Chance genutzt, Fördergelder in Anspruch zu nehmen und aus der Arbeitslosigkeit heraus zu gründen. Besonders, wenn eine Abfindung als Startkapital für die Existenzgründung genutzt werden kann, wagen viele den Schritt in die Selbstständigkeit.

Der Traum, sein eigener Chef zu werden, klingt für viele sehr verlockend. Doch oft werden die Anforderungen an die Selbstständigkeit unterschätzt. Meist arbeiten die Selbstständigen 50 bis 60 Stunden in der Woche, Privatleben und Beruf verschmelzen vielfach.

Da ist eiserne Disziplin, Durchhaltevermögen und ein gutes Zeitmanagement gefragt.

Gerade am Anfang gibt es vieles zu beachten, von steuerlich-rechtlichen Fragen bis hin zur Auftragsakquise, Kostenmanagement und Mitarbeiterführung.

Ein gut durchdachtes Gründungskonzept in Form eines Businessplans hilft dabei, viele dieser Herausforderungen im Rahmen der Existenzgründung planerisch vorweg zu nehmen.

Wer sich selbstständig machen möchte, sollte darüber hinaus sich sehr klar über seine persönlichen Stärken und Schwächen werden und überlegen, ob er wirklich den Weg in die Selbstständigkeit mit Elan und Freude auf sich nehmen kann.

Sind alle Vorüberlegungen gründlich getroffen, steht dem Weg in die Selbstständigkeit nichts mehr offen.

Dienstag, 28. Januar 2014 - 10:43 Uhr
Existenzgründer wollen eine bessere Work-Life-Balance

Existenzgründer arbeiten im Schritt rund 13 Stunden pro Tag. Bei Existenzgründungen, z.B. beim Einzelhandel, der nach wie vor eine große Zuwachsrate von Existenzgründungen aufweist, überlegen sich die Gründer gut, wie sie ihre Zeit einteilen wollen.

Laut dem KfW-Gründungsreport von 2013 sind die Bedenken der Vollerwerbsgründer weiter verbreitet als noch vor fünf Jahren, dass die Selbstständigkeit ihre Familie zu stark belastet. Für die Nebenerwerbsgründer ist diese Entwicklung etwas geringer ausgeprägt. Gründer haben insgesamt eine deutlich höhere Wochenarbeitszeit als abhängig Beschäftigte.
Für Arbeitnehmer hat zudem seit Anfang der 1990er-Jahre die Jahresarbeitszeit abgenommen und auch die Zahl der bezahlten
Überstunden ist leicht zurückgegangen. Wenn die Belastung für die Familie mit mangelnder Zeit gleichgesetzt wird, scheinen die Gründer dem allgemeinen gesellschaftlichen Trend zu einem ausgeglichenen Verhältnis von Familie und Beruf folgen zu wollen.

(Quelle: KfW-Gründungsreport 2013)

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